Newsroom 2017 1Welche besonderen Herausforderungen gibt es bei der Kommunikation für einen Verband? Welche Vorteile bietet ein Newsroom in der Praxis? Wie steigert man durch Themenmanagement die Akzeptanz beim Verbraucher? Antworten gab es auf dem Meeting des DPRG Arbeitskreises Kommunikationssteuerung und Wertschöpfung am 9. März beim Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin. Der GDV vertritt rund 450 Mitgliedsunternehmen mit 529.000 Beschäftigten. Das Schwerpunktthema des Meetings lautete „Neuorganisation der Kommunikation und Themensteuerung“.

Christoph Hardt, Leiter Kommunikation des GDV, schilderte die Veränderungen in der Kommunikation beim GDV seit seinem Amtsantritt. Ulrike Pott, Leiterin Themenmanagement, gab den Teilnehmern einen Einblick in den Newsroom und stellte die Themenorganisation beim Verband anhand der Kampagne „Du lebst 7 Jahre länger, als du denkst“ vor. Daniela Röben, verantwortlich für die Mitgliederkommunikation, erläuterte die Besonderheiten der internen Kommunikation und die Abstimmungsprozesse zwischen GDV und Unternehmen.

Rolke Lothar Sass Jan ErikWas leistet ein Newsroom?

Der Corporate Newsroom ist eine prozessbasierte Organisationsform. Sie orientiert sich an der Content-Produktion im Journalismus. Die Organisation richtet sich nach Themen, statt nach Kanälen. Alle relevanten Informationen zu einem Thema laufen bei dem zuständigen Themenverantwortlichen zusammen. Das vermeidet doppelte Recherche und nutzt die Themenexpertise des Mitarbeiters. Den Themenverantwortlichen stehen Kanalverantwortliche gegenüber, die in Absprache mit den Themenmanagern für die zielgruppengerechte Aufbereitung in ihrem Kanal sorgen. Das direkte interne Feedback im Newsroom kann sich positiv auf die Qualität und Flexibilität der Content-Erstellung auswirken.

Der Arbeitskreis Kommunikationssteuerung und Wertschöpfung lädt zu einem Meeting beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin ein. Christoph Hardt, Leiter Kommunikation des GDV, wird in seinem Impulsvortrag die Neuorganisation der Verbandskommunikation mit Blick auf die Einbindung der Mitgliedsunternehmen erläutern. Ulrike Pott, Leiterin Themenmanagement des GDV, stellt in einem weiteren Beitrag die Themensteuerung des Verbands vor. Die Veranstaltung findet am 9. März statt. Weitere Informationen zum Meeting sind hier zu finden.

 

Kommunikationssteuerung BuchcoverEine vollständige (alleinige) Abhandlung zu dem Aspekt der Kommunikationssteuerung verblüfft im ersten Moment. Denn gewöhnlich lesen wir darüber im Zusammenhang mit Controlling oder Kampagnen. Die Frage ist also: Rechtfertigt „Steuerung“ als ein alleiniges Thema eine eigene und zusammenfassende Darstellung? Wir finden eine erste Antwort, wenn wir uns die Inhaltsübersicht ansehen und uns mit der Herausgeberschaft und den Autoren befassen.

Die beiden Herausgeber, Lothar Rolke und Jan Sass, der eine Hochschulprofessor, der andere Inhaber einer renommierten Beratungsgesellschaft, verantworten derzeit den 2002 gegründeten Facharbeitskreis „Kommunikationssteuerung und Wertschöpfung“ der Deutschen Public Relations Gesellschaft (DPRG).

So lag es nahe, mit dem über die Jahre angesammelten Wissen an die Öffentlichkeit zu gehen. Das Buch passt gut in die Zeit, weil es auf die sehr differenzierenden Bedingungen der digitalen Gesellschaft eingeht. Die Autoren der insgesamt 25 Beiträge gehören mehrheitlich dem Facharbeitskreis als Mitglied an oder waren in den anderen Fällen in ihren Unternehmen Gastgeber für den Arbeitskreis.

Rolke Lothar Sass Jan Erik1. Wodurch unterscheiden sich Digitalstrategie und Digitalisierungsstrategie?

Die Digitalstrategie ist der Rahmen für Ziele, Vorgehensweisen und marktbezogene digitale Aktivitäten. Sie beschreibt Wettbewerbsvorteile einer Digitalisierung und definiert, welche Produkte und Services welchen Zielgruppen über welche digitalen Kanäle angeboten werden. Dazu entwirft sie einen Zukunftshorizont. Die Digitalisierungsstrategie beschreibt das konkrete Vorgehen im Prozess der digitalen Transformation: Was soll digital werden? Welche Prioritäten werden gesetzt? Wie sollen die Mitarbeiter mitgenommen werden, und welche Kompetenzen sind zu entwickeln?

Kommunikationssteuerung BuchcoverNeue Impulse für die Kommunikationsplanung und –prüfung bietet das Buch „Kommunikationssteuerung“ von Lothar Rolke und Jan Erik Sass. Das Buch behandelt in 25 Beiträgen von Autoren aus Wissenschaft und Praxis die wichtigsten Fragen zur erfolgreichen Steuerung von Unternehmenskommunikation in der Praxis und schließt dabei die Grundlagendiskussion um Kommunikation als Wertschöpfung ein.

Kommunikationssteuerung wird hier als zielorientierter Managementprozess gezeigt, der einen fortlaufenden Dialog und die kontinuierlichen Daten ebenso erfordert wie persönliche Kommunikations- und Managementkompetenz. Neben einigen theoretisch angelegten Beiträgen bietet das Buch eine Vielzahl von Praxisbeispielen.

AK Kommsteuerung 2016 1 TitelWelche Rolle hat die Unternehmenskommunikation bei der digitalen Transformation? Welche Werte und Erfolgsfaktoren sind dabei wichtig? Am 1. September war der DPRG Arbeitskreis Kommunikationssteuerung und Wertschöpfung bei der Otto Group in Hamburg zu Gast. Thomas Voigt, Direktor Wirtschaftspolitik und Kommunikation des Unternehmens, zeigte, dass die digitale Transformation vor allem mit einem internen Kulturwandel verbunden sein muss. Kerstin Pape, Leiterin Onlinemarketing, gab in ihrem Vortrag einen Überblick über die Möglichkeiten des Data Driven Online Marketing im Unternehmen.

AK Kommunikationssteuerung 2016 02 1Worin bestehen die Herausforderungen des Stakeholder-Managements? Wie wirkt sich die Zusammensetzung der Stakeholder auf die Kommunikation aus? Welche Anforderungen stellt das Stakeholder-Management an das Kommunikations-Controlling? Diese und andere Fragen wurden beim Treffen des DPRG-Arbeitskreises Kommunikationssteuerung und Wertschöpfung am 11. Februar bei der Fraport AG in Frankfurt diskutiert.

Welchen Beitrag zum Erfolg einer Unternehmung leistet Kommunikation? Wie ist der Dialog mit internen und externen Stakeholdern effektiv auf die Unternehmensziele hin auszurichten? Wie kann die Wirkung von Kommunikation verursachungsgerecht gemessen werden?

Die Suche nach Antworten auf diese Fragen und die Absicht, die Initiativen zur Einbindung der Unternehmenskommunikation in den Wertschöpfungsprozess zu bündeln, veranlasste die DPRG 2002 zur Gründung des Arbeitskreises "Wertschöpfung durch Kommunikation". Damit verbunden war die Absicht, die Professionalisierung des Kommunikationsmanagements in Deutschland voranzutreiben.

Ein gemeinsames Symposium von DPRG und GPRA gab 2004 den Startschuss für die breite Diskussion des Themas Kommunikations-Controlling in Deutschland. 2005 erschien der Sammelband "Wertschöpfung durch Kommunikation" (herausgegeben von Jörg Pfannenberg und Ansgar Zerfaß), der den damaligen Stand der Diskussion zusammenfasst. Das Buch ist 2010 in aktualisierter Fassung erschienen.