DPRG AK Gesundheitskommunikation 2018 06Freitag, 11 Uhr in Ingelheim. 36 Kommunikatorinnen und Kommunikatoren aus dem Gesundheitsbereich waren am 15. Juni der Einladung des Arbeitskreises Gesundheitskommunikation zum Expertengespräch „Gesundheitskommunikation in Krisen“ gefolgt. Der Arbeitskreis war diesmal zu Gast bei dem internationalen Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim. Zu Beginn der Veranstaltung folgten die Teilnehmer den Ausführungen des Krisenexperten Peter Höbel von der Unternehmensberatung crisadvice. Am Beispiel eines früheren Falles erläuterte der Krisenspezialist die Besonderheiten und Herausforderungen erfolgreicher Krisenkommunikation.

Ein Indikator dafür: „Ohne tatsächliche oder auch nur vermeintliche Opfer gibt es keine Krise“, sagte Höbel und stellte den Anwesenden am Beispiel eines konkreten Mandates den Fall mit allen Schritten von der ersten Verdachtsmeldung bis zum Launch des komplett überarbeiteten Produktes vor. Auch wenn jede Krise singulär sei, brauche es für erfolgreiche Krisenkommunikation neben Fingerspitzengefühl und Klarheit stets ein „Krisengesicht“. So lasse sich durch die Signale Offenheit, Empathie und Sympathie verlorenes Vertrauen zurück gewinnen und damit der klassische „Angstzyklus“ abschwächen. Wie wichtig und aktuell das Thema Krise ist, zeigten die zahlreichen Diskussionsbeiträge während des Vortrages von Peter Höbel.

Im Anschluss bot sich den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Gelegenheit, mehr über das Krisenmanagement bei Boehringer Ingelheim zu erfahren. Der zweite Teil der Veranstaltung begann mit einer Besichtigung des unternehmenseigenen Krisenstabsraums. Dieter Zeller Corporate Crisis Manager erläuterte beispielhaft die Funktion und Aufgaben der Krisenmanagementorganisation von Boehringer Ingelheim. Direkt im Anschluss gab Lutz Wohlfahrt, Head of Corporate Security & Crisis Management, Einblicke in das Krisenmanagement des Unternehmens. In seinem Vortrag stellte Wohlfahrt die verschiedenen Krisenpläne und Organisationsstrukturen vor und gab Auskunft über Aufbau und Implementierung des internen Krisenmanagements. Er hob dabei die Bedeutung der Kommunikation besonders hervor. In der abschließenden Diskussion mit allen Beteiligten stellten sich die Referenten den zahlreichen Fragen der Teilnehmenden und gaben Auskunft, auch über das offizielle Ende der Veranstaltung um 15 Uhr hinaus. Das vielstimmige Lob galt Gastgeber Boehringer Ingelheim genauso wie den drei Referenten. Die positive Resonanz ist Ansporn und Motivation für zukünftige Veranstaltung des Arbeitskreis Gesundheitskommunikation (Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).