Pett Ninette Seubert ManuelaIm Rahmen des DPRG Takeoffs am 25. Januar 2019 in Berlin wird der wiedergegründete Arbeitskreis (AK) Mittelstandskommunikation unter der Leitung von Ninette Pett (Foto li.) und Manuela Seubert (Foto re.) seine Arbeit aufnehmen.

„Warum brauchen Kommunikatoren in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) einen eigenen Arbeitskreis?“, fragen sich manche. Sind bei KMU Krisenkommunikation, digitale Transformation, Bewegtbilder, B-2-B-Kommunikation oder interne Kommunikation keine Themen? Sie sind es – und doch gibt es markante Unterschiede zu großen Unternehmen.

So heterogen das Feld der inhabergeführten Unternehmen ist, so besonders sind ihre Organisations- und Entscheidungsprozesse. Bei KMU handelt es sich nicht um herunterskalierte oder herunterskalierbare Konzernstrukturen. Sie folgen eigenen Regeln: KMU bevorzugen kurze Planungshorizonte, agieren situations- und anlassbezogen nach iterativen Trial- und Error-Schleifen und orientieren sich oftmals an den vorhandenen Ressourcen. Eine Besonderheit ist die Einheit von Eigentum und Leitung – oftmals sind es die Geschäftsführer selbst, die die Kommunikationsprozesse neben einer Vielzahl anderer Leitungsaufgaben verantworten. Diese Rahmenbedingungen erschweren ein langfristiges, planvolles Vorgehen. Glücklicherweise hält es Kommunikatoren in kleinen und mittleren Unternehmen nicht davon ab, trotzdem mutig neue Wege einzuschlagen, die vielmals ebenso zum Erfolg führen.

AK-Leiterinnen verknüpfen Theorie und Praxis

Ninette Pett arbeitet seit 13 Jahren im PR-Management kleiner und mittlerer Unternehmen. Seit Oktober 2018 unterstützt sie das Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum Ilmenau. Im Rahmen ihrer Dissertation geht sie den Geheimnissen der mittelständischen Kommunikationsarbeit systematisch auf den Grund. „KMU kommunizieren nicht nach Lehrbuch. Für die wenigsten gehört gezielte Kommunikation zum Tagesgeschäft, um wertschöpfend zur Erreichung der Unternehmensziele beizutragen – doch diese Einstellung ändert sich allmählich“, fasst Pett ihre Eindrücke aus Theorie und Praxis zusammen.

„Vor dem Hintergrund der digitalen Transformation und des Fachkräftemangels stehen viele KMU neuen kommunikativen Herausforderungen gegenüber,“ ergänzt Manuela Seubert „KMU finden sich selten in den Best-Practice-Beispielen der Groß- und Vorzeigeunternehmen beziehungsweise in den Lehrbüchern wieder. Inhaltlich, finanziell und personell benötigen sie pragmatische Vorgehensweisen“. Nach Stationen in Strategie- und Marketingberatung sowie in Marktforschung und PR in mittelständischen Unternehmen arbeitet Manuela Seubert seit 2011 als selbstständige Kommunikationsberaterin eng mit Entscheidern im Mittelstand zusammen.

AK als Plattform für Austausch und Wissenstransfer

Der DPRG-AK Mittelstandskommunikation soll eine Plattform zum Austausch, zur gegenseitigen Unterstützung und Information bieten. Er richtet sich ausschließlich an Kommunikatoren und Berater dieser besonderen Unternehmensform. Pett und Seubert sind sich einig: Sie wollen eine Brücke schlagen zwischen Praxis und Wissenschaft, um die organisationsspezifischen Eigenheiten der KMU auch für die PR-Forschung zu entdecken sowie wissenschaftliche Modelle und Vorgehen für die Praxis nutzbar zu machen. Der Arbeitskreis Mittelstandskommunikation soll hierfür ein erster Anstoß sein.

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Informationen und Anmeldung zum Takeoff 2019: https://dprg-online.de/dprg-takeoff-2019