PRVA Staatspreis PR 2017 2Das Österreichische Rote Kreuz gewinnt den österreichischen Staatspreis PR. Das Kommunikationskonzept für das Projekt „Rettet die Rettung“ hatte das 20-köpfige Jurorenteam unter den 62 Einreichungen überzeugt. Ziel der Kampagne war es, dass das gemeinnützige Rettungssystem durch die Ratifizierung der EU-Vergaberichtlinie nicht einer verpflichtenden europaweiten Ausschreibung unterliegt. Die Preisverleihung fand am 29. November in Wien statt.

Die Aufgabenstellung der Retter war mehr als komplex: Hätte doch das neue Vergabegesetz ermöglicht, den profitablen, nicht-zeitkritischen Rettungsdienst zu kommerzialisieren, während die kostenintensive Notfallrettung bei der öffentlichen Hand oder den gemeinnützigen Rettungsdiensten verblieben wäre. Das wäre einer Privatisierung der Gewinne und einer Sozialisierung der Kosten gleichgekommen.

Im Sinne eines integrierten Ansatzes führte das „Rote Kreuz“ Gespräche mit Entscheidungsträgern, veröffentlichte ein Erklär-Video, führte eine Online-Petition durch und lancierte Medienberichte. Mit Erfolg: Der im Juni 2017 im Ministerrat beschlossene Gesetzesentwurf sieht eine Ausnahmeregelung für die Rettung vor.

Der Public Relations Verband Austria (PRVA) richtet seit über 30 Jahren den vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft ausgelobten Staatspreis Public Relations aus. „Aufgrund der möglichen Konsequenzen einer Kommerzialisierung des Rettungsdienstes in Österreich wurde eine integrierte Kampagne inklusive Methodenmix vorbereitet. Von Lobbying-Aktivitäten mit den politischen Stakeholdern über Medienarbeit bis hin zu einer Online-Petition reichten die Maßnahmen - inklusive aller weiterführenden strategischen Schritte, wenn Phase 1 nicht vom angepeilten Erfolg gekrönt gewesen wäre“, erläuterte PRVA-Präsidentin Julia Wippersberg die Jurybegründung. „Damit stellt der diesjährige Staatspreisträger PR eindrucksvoll unter Beweis, wie strategisch geplante und konsequent umgesetzte Öffentlichkeitsarbeit zum Erfolgsfaktor bei der Zielerreichung wird.“

Sektionschef Matthias Tschirf vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft gratulierte dem Sieger des Staatspreises PR, allen sieben Kategoriesiegern und verlieh auch den Sonderpreis Austrian Young PR Award, der in diesem Jahr schon zum zweiten Mal vergeben wurde. Dieser geht an Lisa-Maria Kolb und Christina Prechelmacher für ihr PR-Konzept #gscheitlesen, das im Auftrag des Verband der Österreichischen Zeitungen (VÖZ) erstellt wurde.

Die Sieger in den Kategorien sind:

Kategorie Corporate PR

„Neues Profil für eine Anwaltskanzlei“
PR-Träger: PHH Rechtsanwälte GmbH & Co KG
Externer Berater: Meinungsbild PR & Coaching, Mag. Katharina Scheyerer-Janda e.U.

Kategorie Corporate Social Responsibility – CSR-Kommunikation

{miteinander} gutes tun – 40 Jahre, 40 gute Taten
PR-Träger: dm drogerie markt
Externer Berater: movea marketing

Kategorie Digitale Kommunikation ( zwei Preisträger)

Schiri-Quiz
PR-Träger: Österreichische Fußball-Bundesliga
Externer Berater: Idea Agency

sowie

Die Jagd nach dem „Golden Ei“ – Die erste Facebook-Live-Schnitzeljagd
PR-Träger: Trzesniewski / Demmer GmbH
Externer Berater: Ketchum Publico GmbH

Kategorie Interne PR & Employer Branding

Perspektivenwechsel - 11 Vorstände machen den Job von 11 MitarbeiterInnen
PR-Träger: ÖBB
Externer Berater: Inhouse; Videoproduktion: MOTIONCLIPS Videoproduktions GmbH

Kategorie Produkt und Service-PR

Die Bundesliga-Reform
PR-Träger: Österreichische Fußball-Bundesliga

Kategorie Spezialprojekte und Innovationen

Retten wir die Rettung
PR-Träger: Österreichisches Rotes Kreuz

Fotocredit: © Hörmandinger/APA Fotoservice