DPRG Mitgliederversammlung 2018Wird es bei künftigen Mitgliederversammlungen und Veranstaltungen der DPRG künftig die Möglichkeit geben, auch per Videoübertragung und Online-Abstimmung teilzunehmen? Ein großer Teil der Mitglieder, die zur 61. DPRG Mitgliederversammlung am 28. Juni am Rande des ZukunftsForums in die Fresenius-Hochschule Hamburg gekommen waren, kann sich dies vorstellen. Sie stimmten mit großer Mehrheit für einen Antrag der Landesgruppe Norddeutschland, digitale Online-Mitgliederversammlungen möglich zu machen.

So wehte auch in dieser satzungsmäßig vorgegebenen Veranstaltung, in der der Vorstand den Mitgliedern Rechnung ablegt und sich Lob, Kritik und Anregungen stellt, Zukunft durch den mit 50 Mitgliedern voll besetzten Veranstaltungsraum. Ganz analog und traditionell berichtete hier unter der Sitzungsleitung von Andrea Montua, Vorsitzende der Landesgruppe Norddeutschland und Jürgen Braatz, ihrem Vorgänger, DPRG-Präsident Norbert Minwegen über das abgelaufene Vereinsjahr.

„Wir können im zweiten Jahr sagen, dass sich der Trend aus Mitgliederentwicklung und Konsolidierung der Beiträge positiv entwickelt hat“, so Minwegen eingangs. Als Erfolgsmodell hat sich die im August 2017 probeweise eingeführte Firmenmitgliedschaft bis drei Mitarbeitern erwiesen. Viele kleinere Agenturen, Verbände und Unternehmen nutzen inzwischen diese Mitgliedschaft, um bis zu drei Mitarbeitern den Zugang zu Netzwerk- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Branchennetzwerk zu ermöglichen. In das Jahr 2018 ist der Verband zudem mit einem neuen Veranstaltungsformat gestartet. Das Takeoff der DPRG-Arbeitskreise im Januar in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom in Berlin war ein voller Erfolg und soll im kommenden Jahr wiederholt werden.

Schatzmeisterin Sabine Clausecker berichtete, dass der Verband inzwischen wieder auf einer gefestigten Einnahmenbasis arbeiten kann. Die schnellen Fortschritte bei der Konsolidierung der Vereinsfinanzen, aber auch der Mitgliederzahlen, seien das Ergebnis gemeinsamer Anstrengungen aller Ehrenamtlichen. Noch allerdings sei der Verband nicht soweit, dass er wieder große, teure Sprünge machen könne. Für dieses Jahr steht als Großprojekt noch der Relaunch der Website in der Planung.

Für eine lebhafte Diskussion sorgte der Antrag der Landesgruppe Norddeutschland, zu prüfen, ob und wie Mitgliedern zukünftig die Möglichkeit einer Online-Teilnahme an Mitgliederversammlungen auf Landes und auf Bundesebene ermöglicht werden könne. In verschiedenen Wortmeldungen wiesen Mitglieder aus Flächenländern wie Schleswig-Holstein, NRW, Niedersachsen sowie Süddeutschland auf die mitunter sehr weiten Anreisewege zu regionalen Veranstaltungen hin. Zwar könnten Online-Versammlungen nie ein Ersatz für persönliche Begegnungen sein, sie würde jedoch einzelnen Mitgliedern möglicherweise die Teilhabe erleichtern. Der Antrag wurde bei nur einer Enthaltung ohne Gegenstimmen angenommen. Die Geschäftsstelle erhielt den Auftrag, die Umsetzung des Antrags zu prüfen und bis zur Hauptausschuss-Sitzung im November zu berichten.

Nach knapp eineinhalb Stunden konnte Präsident Norbert Minwegen die 61. DPRG e.V. Mitgliederversammlung schließen.

Titelfoto: v.li.n.re. Norbert Minwegen, Jürgen Braatz, Andrea Montua und Sabine Clausecker. (Im Hintergrund verdeckt Rosemarie Büschel)

Fotocredit: Thomas Scharfstädt, Berlin