Hanke Daniel JDie besten Markenbotschafter sind die eigenen MitarbeiterInnen. Dieser These von Daniel J. Hanke (Foto), Vorstand Klenk & Hoursch AG, dürften die meisten PR-Schaffenden zustimmen. Damit allerdings hören dann die Gemeinsamkeiten auf. „Corporate Influencer: Großer Hype mit viel Substanz“ lautet das Thema seiner Session auf dem DPRG ZukunftsForum 2018 Ende Juni in Hamburg. Sie soll die hypegesteuerte Fachdiskussion erden und den Einsatz von Corporate Influencern in der Unternehmenskommunikation konkretisieren. Mehr dazu erfahren Sie von Daniel J. Hanke hier im DPRG Journal.

Daniel J. Hanke: „In den letzten Monaten ist ein kleiner Hype um Corporate Influencer entstanden. Und so schnell wie entsprechende Blogposts, Fachartikel, Panels und Experten aus dem Boden schossen, konnte man sich gar nicht wegducken. Einig sind sich alle dabei, dass die eigenen MitarbeiterInnen die besten Markenbotschafter sind. Denn niemand kennt Produkte und Dienstleistungen besser, niemand weiß mehr über Kunden und Konsumenten, niemand ist mit mehr Leidenschaft und Authentizität dabei. Und sowieso: Menschen vertrauen Menschen.

Ab dann wird es uneinheitlich bis wild: Corporate Influencer ist mal der englische Begriff für Brand Ambassador (oops?!), mal der neue Schlauch für den alten Wein Markenbotschafter, mal das coolere Wort für Personenmarke. Und wahlweise ist das Konzept brandneu oder uralt. So ist das bei Hypes ja immer. 

Allerdings sollten sich DAX-Konzerne und Mittelständler, Familienunternehmen und Start-ups schon fragen, welche Substanz für sie in diesem Hype steckt. Denn im Kern geht es um eine ganz wesentliche Aufgabe der Kommunikation: sich in der Aufmerksamkeitsökonomie Gehör zu verschaffen und „meaningful conversations“ zu kreieren.

Das gelingt am besten mit relevanten, differenzierenden Botschaften und Stories. Wenn sie von glaubwürdigen, dialogfähigen Absendern kommen. Von Menschen, die sich als Markenbotschafter verstehen. Corporate Influencer können diese Menschen unterstützen, motivieren, inspirieren. Mit ihren Inhalten, mit ihrer Lust am Ausprobieren, mit ihrer Reichweite und Sichtbarkeit.“

Trends in Maßnahmen und Prozesse übersetzen

Soweit Daniel J. Hanke. Die Substanz im Hype herausarbeiten – die Session soll Antworten auf die folgenden Fragen geben: Wie findet und fördert man Corporate Influencer? Wie organisiert man die Zusammenarbeit, Inhalte, Plattformen, Kontext?

Mit diesem Konzept findet sich Hanke auf dem DPRG ZukunftsForum (Zukufo) in guter Gesellschaft. Dort geht es um Trends, der Name sagt es, aber auch darum, diese in konkrete Maßnahmen und Prozesse zu übersetzen. Andere Sessions auf den Zukufo in Hamburg befassen sich mit Themen, die nie Hype waren, aber immer auch bei der täglichen Arbeit der PR-Schaffenden ihre Bedeutung hatten. Werte beispielsweise. Sie werden auf dem diesjährigen Zukufo in unterschiedlichen Formen eine große Rolle spielen.

Das „Zukufo“- ein Crashprogramm zu den aktuellen Themen in der Kommunikation

Fresenius DPRG Zukunftsforum 2018Das DPRG ZukunftsForum ist fast aus dem Stand zu einer der beliebtesten Veranstaltungen in der deutschen PR-Welt geworden. Seit 2015 bietet es den PR-Schaffenden lockere Barcamp-Atmosphäre gekoppelt mit geballtem Praxiswissen, den Blick auf Trends, auf Chancen und Herausforderungen - und viel Austausch auf Augenhöhe. In zwei Tagen gibt es für die Teilnehmer fast so etwas wie ein Crashprogramm zu den aktuellen Themen rund um die Kommunikationsbranche. Am 28. Juni ist es wieder soweit, dann geht es nach Hamburg. 

Erwartet werden mehr als 200 Kommunikationsverantwortliche aus Unternehmen, Organisationen und Agenturen. Mit eigenen Sessions dabei sind unter anderem Christian Maertin (Bayer AG), Professor Ansgar Zerfaß (Universität Leipzig), Thomas Voigt (Otto Group), Angela Brötel (EnBW), Cornelia Kunze (I-sekai) und Inken Hollmann-Peters (Beiersdorf) von der Organisation „Global Women in PR“, Frank Grodzki (LANXESS AG) sowie Professor Lars Rademacher (Vorsitzender des Deutschen Rats für PR). Traditionell haben alle Teilnehmenden die Möglichkeit, selbst Sessions anzubieten – ob im Vorfeld auf dem Sessionpad oder spontan vor Ort.

DPRG Journal stellt Sessions vor

Einige der bereits „gesetzten“ Sessions stellt das DPRG Journal im Vorfeld zum Zukufo vor. Am 3. Mai schrieb Giovanni Bruno, fokus digital, über „Potenzial und Konzeption von crossmedialem Marketing“, in weiteren Beiträgen geht es unter anderem um „Frauen in Führungspositionen (und auf dem Weg dorthin): Welche Rolle spielen Werte gestern und morgen?“ und um den „Newsroom light“.

Das DPRG ZukunftsForum 2018 findet am 28. und 29. Juni an der Fresenius Hochschule in Hamburg (Foto) statt. Veranstalter ist der Medienfachverlag Oberauer im Auftrag der DPRG. Das Event wird von Landau Media präsentiert und von namhaften Hamburger Kommunikationsberatungen unterstützt. Hier geht es zur Anmeldung und hier gibt es weitere Infos.