Bischl KatrinDie Pressemitteilung ist noch immer das häufigste Instrument der PR. Trotz ihrer weiten Verbreitung scheinen sich einige Eckpfeiler, insbesondere bei Einsteigern, noch nicht gänzlich herumgesprochen zu haben. Für die Autorin und Dozentin Dr. Katrin Bischl (Foto) Grund genug, diese in einem Buch zusammenzufassen, sie anhand zahlreicher Beispiele vorzustellen und darüber hinaus in die neuen Anforderungen der digitalen Welt einzuordnen.

Welche Punkte gilt es bei einer professionellen Pressemitteilung zu beachten? Welche Fallgruben gibt es? Welche Erwartungen haben die Journalisten? Grundlegende Fragen, die spätestens mit der Erscheinung der zweiten Auflage des Fachbuches "Die professionelle Pressemitteilung – Ein Leitfaden für Unternehmen, Institutionen, Verbände und Vereine", geklärt sein sollten.

Die DPRG-Landesgruppe Baden-Württemberg lud Dr. Katrin Bischl am 1. Dezember 2015 ins Dezernat 16, Zentrum für Akteure der Kultur- und Kreativwirtschaft der Stadt Heidelberg. In einem Fachvortrag präsentierte sie die zweite Auflage ihres Buches. Als Journalistin und PR-Freiberuflerin saß Dr. Katrin Bischl bereits auf beiden Seiten des Schreibtischs. Dies ermöglichte ihr sowohl im Vortrag als auch im Buch die Ansprüche beider Parteien zu bedienen. "Dieses Gespür für die andere Seite ist zu einem großen Anteil mitentscheidend für den Erfolg einer Pressemitteilung", erklärte sie.

Dabei suchte sie in ihren Ausführungen immer wieder den Bezug zur Praxis. So sollte beispielsweise ein Pressefoto heute Teil jeder Pressemitteilung sein. Denn oftmals sei genau das ausschlaggebend dafür, dass eine Mitteilung veröffentlicht werde oder im Papierkorb lande. Dr. Katrin Bischls Tipp: "Schicken sie immer auch ein Bild im Hochformat mit." Journalisten, die Printmedien auch layouten, würden es danken – und die Chancen der Veröffentlichung steigen. Ferner gab sie Tipps zu Sprache und Stil, referierte über die geeigneten Textsorten und diskutierte den versierten Umgang mit Journalisten.

Auch wenn die Pressemitteilung noch immer das häufigste PR-Instrument sei, sehe es sich doch heute mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Als "crossmedial" bezeichnete Dr. Katrin Bischl die Anforderung an die ursprünglich für Printmedien gedachte Pressemitteilung, nun auch in sozialen Medien oder auf Websites funktionieren zu müssen. "Überlegen Sie sich, wie Sie Pressemitteilungen in diesen neuen Medien publizieren beziehungsweise begleiten. Aber denken Sie daran, dass im Fernsehen auch niemand ein Buch vorliest." Durch solche Analogien sowie viele kleine, authentische Bemerkungen gelang es Dr. Katrin Bischl an diesem Abend die Kernaussagen des Themas unterhaltsam zu verpacken und fast schon unfreiwillig noch ein bisschen Werbung für ihr Buch zu machen.