DPRG BaWue Bewegtbild 2017Warum der imposant animierte Film über eine Smartphone-App nur 400 Euro gekostet hat, wollten die Pionierfilm-Experten Ralf Biebeler und Brian Morrison nicht gleich verraten. Ebenso wenig, warum ein ähnlicher Produktspot 10 Mal so teuer war. Erst sollten die Teilnehmer von Agenturen und Unternehmen, die am 19. September nach Viernheim kamen, erarbeiten, was die organisatorischen Fallstricke einer Filmproduktion sind. Und damit auch gleich aufdecken, wo die Kostenfallen einer Filmproduktion liegen. Veranstalter war die DPRG-Landesgruppe Baden-Württemberg.

Der äußerst liebevoll gestaltete Workshop „Film für Marketing- und PR-Profis“ dauerte zweieinhalb Stunden: Diese Zeit war prall gefüllt, denn in insgesamt 20 Stationen erarbeiteten die Teilnehmer Schritt für Schritt die Erfolgsfaktoren einer reibungslosen Filmproduktion: Von Idee, Konzept, Drehbuch, Storyboard bis zum letzten Punkt der Wertschöpfungskette – der Vermarktung des fertig geschnittenen und vertonten Films. Ziel des Workshops war, die Teilnehmer für Kostenfallen zu sensibilisieren und „nebenbei“ auch das Ergebnis optimal zu gestalten.

Anschauliche Anekdoten

Zu jedem Punkt erzählten die Pionierfilmer unterhaltsame Anekdoten aus der Praxis, die für Martin Suters „Business Class“-Geschichten geeignet wären: Von nicht eingeholten Drehgenehmigungen oder Darstellern, die zur Teilnahme eher gezwungen worden sind und nach dem 20sten Take immer noch den falschen Satz sagten. Das alles kostete Zeit und Geld. Auch wenn das Filmteam nicht im Werk, wo gedreht werden sollte, angemeldet wurde, kann das böse Folgen haben: Redakteur, Kameramann, Beleuchter und Tonmeister standen hinter vielen LKW-Fahrern an und als sie das Gelände betreten durften, waren alle Drehtermine längst Geschichte – bitte nächste Woche wiederkommen. Sprachversionen, Animationen, Requisiten und Musik – die praktischen Tipps fanden kaum ein Ende und werden wohl dazu beitragen, beim nächsten Dreh Zeit und Nerven zu sparen.

Ach ja: Für den 400 Euro-Animationsfilm verwendeten die Pionierfilmer ein animiertes Template, in das sie Screenshots und Texte einbauten. Da der Kunde Texte und Screenshots lieferte und gleich zufrieden war, blieb es bei den äußerst niedrigen Kosten. Für den anderen Produktfilm wurden aufwändige Aufnahmen des Produkts gedreht – dadurch steigen die Kosten, aber der Film ist einmalig und sieht hochwertiger aus.

Die Ergebnisse des Workshops liegen gebündelt vor und können bei Pionierfilm angefordert werden. Dazu einfach ein E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! senden.

Schick Uwe 2Autor: Uwe Schick ist Gründer und Kommunikationsberater. B2B. Konzeption. Content. Absatzförderung. Er liebt Literatur, Filme und Musik. Außerdem ist er Hobbybrauer.