Genderneutrale Kommunikation 2019Mal ist es ein kleines Sternchen, mal ein großgeschriebenes I, ein Unter- oder Schrägstrich mitten im Wort: Schon die konsequente Berücksichtigung zweier Geschlechter in der deutschen Sprache hat zu komplizierten und kapriolesken Varianten geführt. Unbequem, irritierend und irreführend wurden die Lösungsangebote empfunden, als Unfug bezeichnet und nicht nur in Karnevalsreden die Bemühungen um eine gerechte Darstellung höhnisch und spöttisch kommentiert. Männlich, weiblich, divers: Auch Google setzt auf mehr genderneutrale Emojis. Nun fordern sogar drei Geschlechter eine genderneutrale Kommunikation. Wie werden wir als Kommunikatoren dieser Herausforderung gerecht?

Auf Einladung der Vereinigung Berliner Pressesprecher und des Landesverbandes Berlin-Brandenburg der DPRG diskutierten viele interessierte Gäste am 4. Juni in der ‚Bar jeder Vernunft‘ in Berlin mit der militärischen Gleichstellungsbeauftragten des Verteidigungsministeriums, Oberstleutnant Monika Leu, sowie dem B.Z.-Kolumnisten Gunnar Schupelius über geschlechterneutrale, neue Wege in der täglichen Kommunikation. In Deutschland gibt es über 750.000 intersexuelle und transidente Menschen. Männer und Frauen für sich sind Teil eines zweigeschlechtlichen oder binären Geschlechtsmodells.

Gruppenbild von links: Kapitän zur See Christian Dienst (Kommandeur, Zentrum Informationsarbeit Bundeswehr), Sabine Wenger (Bar jeder Vernunft), B.Z.-Kolumnist Gunar Schupelius, Oberstleutnant Monika Leu (Bundesministerium der Verteidigung) und André Puchta, Stv. Landesvorsitzender DPRG Berlin-Brandenburg.

Fotocredit: Thomas Scharfstädt, Berlin

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