DPRG Gipfeltreffen 2017 2Am 18. August trafen sich gut zwei Dutzend DPRG-Mitglieder der Landesgruppen Sachsen-Anhalt/Thüringen, Niedersachsen-Bremen und Sachsen zu ihrem mittlerweile 4. „Gipfeltreffen“ im Harz. Im Mittelpunkt diesmal: Die UNESCO-Welterbestätte Rammelsberg. Als die Landesgruppe Sachsen-Anhalt 2014 das Veranstaltungsformat „Gipfeltreffen“ aus der Taufe hob, da konnte sie dem Anspruch „Gipfel“ gleich mehrfach gerecht werden. Hierarchisch, weil Vorstände verschiedener Landesgruppen sich trafen. Thematisch, weil entsprechend gewichtige Themen verhandelt wurden. Und geographisch, weil der Gipfel auf einem Gipfel tagte, auf dem des Brocken, mit immerhin 1.141,2 Metern höchster Berg im Norden Deutschlands

Am Anspruch des Gipfeltreffens hatte sich nichts geändert, als am 18. August wieder gut zwei Dutzend DPRG-Mitglieder und Gäste in Goslar zusammenkamen. Aber etwas war doch völlig anders als in den Vorjahren, denn der Gipfel ging buchstäblich unter Tage. In diesem Jahr stand das Treffen unter der Überschrift „Wie kommuniziert man Weltkulturerbe?“. Und dafür hatte der Tagungsort Goslar ein besonders spektakuläres Anschauungsobjekt zu bieten: das ehemalige Erz- und heutige Besucher-Bergwerk Rammelsberg.

Wohl nirgendwo auf der Welt wurde so lange kontinuierlich Bergbau betrieben. Dokumente reichen zurück bis in das frühe Mittelalter, aber es gibt gute Gründe anzunehmen, dass hier schon vor 3.000 Jahren Bergbau betrieben wurde. Für die UNESCO war das Grund genug, den Rammelsberg 1992 zusammen mit der historischen Altstadt und der Kaiserpfalz von Goslar in die äußerst exklusive Liste der Welterbestätten aufzunehmen, neben so illustren Plätzen wie Angkor Wat, den Pyramiden von Gizeh und der Akropolis von Athen.

Für die richtige Einordnung des Rammelsbergs sorgte zum Auftakt am ersten Tag Carolin Ruh, Geschäftsführerin der TourismusMarketing Niedersachsen (TMN). Sie konnte anhand aktueller Marktforschungen zeigen, wie bedeutsam für den Tourismus Welterbestätten sind. Die Marke ‚Welterbe’ besitze gerade im Ausland besondere Strahlkraft. Entsprechend wichtig sei es, so Carolin Ruh, kommunikativ kräftig mit diesem Pfund zu wuchern. Am Folgetag taten das dann Hans-Georg Dettmer vom Besucherbergwerk Rammelsberg und Ulrich Reiff von der Stiftung Welterbe im Harz mit Vorträgen und einer ausgedehnten Führung durch die begehbaren Teile des Bergwerks.

Mit von der Partie war übrigens, wie schon im Vorjahr, DPRG-Präsident Norbert Minwegen – ein weiterer Beleg für den „Gipfel“-Charakter der Veranstaltung. Zum Abschluss kündigte Reinhart Artus von der Landesgruppe Sachsen-Anhalt/Thüringen schon einmal an, dass es auch im kommenden Jahr wieder ein Gipfeltreffen geben solle, möglichst mit noch mehr Teilnehmern aus noch mehr Landesgruppen.

Autor: Dr. Andreas Brandtner, Hemmingen, ist Vorsitzender der DPRG Landesgruppe Niedersachsen-Bremen und Inhaber von kotido.

Fotos: Shiloo Köhnke (DPRG-Landesgruppe Niedersachsen-Bremen) und Dr. Andreas Brandtner