ScreenJanSchoenmakersMan kann es ja schon bald nicht mehr hören. Alles, so scheint es, ist heute oder wird gerade „4.0“. Doch wer da immer noch an einen Hype glaubt (oder darauf hofft), könnte sich schon bald ohne Kompass und Karte in einer neuen Welt wiederfinden. Gerade auch für Kommunikationsleute gilt das, die in aller Regel ja auch noch andere beraten sollen. Orientierung gibt eine Veranstaltung der DPRG-Landesgruppe Niedersachsen-Bremen am 20. November in Hannover. Referent ist der auf die Digitalisierung von Marketing und Kommunikation spezialisierte Berater Jan Schoenmakers.

Es braucht „neues Denken“, einen Wechsel der Perspektive

Markt und Gesellschaft haben eine solche Dynamik und Vernetzungsdichte erreicht, dass klassische Planung, Organisation und Instrumente der Kommunikation an Grenzen stoßen. Erfahrungen von früher zählen kaum noch, Entwicklungen des Umfeldes scheinen immer weniger planbar. Klar, man muss neue Techniken beherrschen lernen, ohne alte Tugenden gänzlich zu vernachlässigen.

Schoenmakers Jan 2Aber, so sagt Jan Schoenmakers (Foto): Es braucht vor allem „neues Denken“, einen Wechsel der Perspektive. Denn die Digitalisierung gibt uns zwar mächtige Möglichkeiten an die Hand, im vermeintlichen Chaos Muster zu erkennen, zeitraubende Prozesse zu automatisieren und mit flexibleren Instrumenten schneller zu reagieren – doch der Wandel geht tiefer. Wir müssen an altbekannte Themen wie Führung, Organisation, Inhalte und Beziehungen ganz anders herangehen als bisher.

In seinem Impulsvortrag lädt Schoenmakers ein zu einer kleinen Kreuzfahrt durch diese schöne, verwirrende, auf jeden Fall aber neue Welt, in der es vieles erst noch zu entdecken gibt und Gewissheiten rar sind. Umso wichtiger: die anschließende Diskussion unter Kollegen.

Lösungsorientierte Intervention - wie man ein Problem in 10 Minuten auflösen kann

Zu Gast ist die DPRG bei der Kommunikationsagentur innoreal, die kurz vorgestellt wird. Auch hier geht es um einen Wechsel der Perspektive. Wenn ein „Fall“ für Beratung, Kommunikation und Marketing irgendwie „komisch“ daherkommt, zum Beispiel ein Problem immer wieder auftaucht und man schon vieles ausprobiert hat, hilft der Blick durch die systemische Brille – ein Perspektivenwechsel durch „Hinstellen des Anliegens“. Coach und Beraterin Gudrun Jay-Bößl demonstriert in einer kurzen Live-Präsentation, wie das funktionieren kann: Man schickt das Problem im Raum herum – und schon ändert sich etwas. 

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