DPRG Sachsen Onlinekommunikation 2017Twitter, Facebook, Youtube & Co. – Nutzung und Nutzen von Social Media in der Unternehmenskommunikation standen im Fokus des zweiten „Erfahrungsaustauschs Onlinekommunikation / Social Media“ der DPRG-Landesgruppe Sachsen am 10. Mai.

In seiner Einführung formulierte Peter Stawowy (stawowy media), Medienjournalist und Herausgeber des Dresdner Medienblogs „Flurfunk“, fünf Schritte zu einer erfolgreichen Onlinekommunikation:

  1. Beobachten und lernen: Man muss nicht alle Trends mitmachen. Aber man sollte die Grundlagen kennen, um den Nutzen für das eigene Unternehmen abzuschätzen. Dabei ist auch relevant: Wie kommuniziert die Konkurrenz im Social Web? Welche Ressourcen habe ich?
  2. Ziele zuerst festlegen: Welche Unternehmens- und Kommunikationsziele habe ich? Was will ich mit der Kommunikation erreichen: Bekanntheit, Imagepflege, Neukundengewinnung, Umsatzsteigerung? Was sind meine Kernbotschaften?
  3. Zielgruppe kennen: Wen will ich erreichen? Wie denkt/fühlt/spricht die Zielgruppe? Welche Medien nutzt sie wann wofür? Welche Themen diskutiert sie?
  4. Ganzheitlich denken: Erst die Strategie, dann die Maßnahmen! Eine gute Onlinestrategie ist integriert in die Kommunikationsstrategie, zahlt auf die Unternehmensziele ein und nimmt die relevanten Zielgruppen in den Blick. Erst auf dieser Basis sollten Kanäle ausgewählt und Maßnahmen entwickelt werden. Wichtig dabei: Nicht den Arbeitsaufwand für die Betreuung der Social Media-Kanäle unterschätzen! Man braucht nicht unbedingt eine Fanpage, um in Facebook thematisiert zu werden, aber zielgrupperelevante Inhalte – content ist immer noch King.
  5. Mut tut gut: Niemand weiß, welche Netzwerke und Themen in fünf Jahren „in“ sein werden. Onlinekommunikation ist damit immer auch ein Versuchslabor. Scheitern ist erlaubt. Im Idealfall können im Social Web neue Vertriebskanäle oder Geschäftsmodelle entstehen. Ein Beispiel hierfür ist der Onlinevertrieb von Handwerkerleistungen.

Daniela Kauf, Kampagnenmanagerin bei der Itaricon Gesellschaft für IT-Architektur und Integrationsberatung mbH, erläuterte ihr Onlinekonzept. Zentrales Element der projektbezogenen Kommunikation sind thematische Landingpages. Diese präsentieren je ein IT-Produkt und deren Anwendungsoptionen. Der Unternehmensblog diskutiert Trends und neue IT-Produkte. Xing, LinkedIn und Twitter dienen in erster Linie der Reichweitensteigerung für Blog und Landingpages. Empfehlungen von Partnern generieren weiteren Traffic. Während die Key Visuals jeder Kampagne in allen Kanälen zum Einsatz kommen, sind die Inhalte stets kanalspezifisch und zielgruppenrelevant verfasst (Stichwort: Storytelling). Facebook ist der Wohlfühlkanal des Unternehmens, über den Fans zum Beispiel über neue Kunst im Büro erfahren oder am Beraterfrühstück teilhaben.

Jan Frintert (Textwerkstatt Dresden) ist Herausgeber des Dresdner Blogs „Neustadt-Geflüster“. Er machte in seinem Impuls auf den „Fluch der Onlinekommunikation“ aufmerksam. Denn wer auf vielen Kommunikationskanälen aktiv ist, muss auch alle Feedbackkanäle im Blick behalten. Social Media-Kommunikation ist schnell und verlangt damit auch eine schnelle Reaktion auf Anfragen – egal ob sie über E-Mail und Telefon kommen oder via Direktnachricht, Kommentar oder Erwähnung auf Twitter, Facebook, Instagram, Blogs etc. Monitoringtools und automatische Benachrichtigungen können hier helfen. Fakt bleibt: Die Betreuung diverser Onlinekommunikationskanäle ist zeitaufwendig.

Ballin Annika DPRG SachsenAutorin: Annika Ballin ist Stellvertretende Vorsitzende im DPRG-Landesvorstand Sachsen