DPRG RB Leipzig 2018Am 25. April war die DPRG Landesgruppe Sachsen zu Gast beim Fußballbundesligisten RB Leipzig. Neben einer Führung durch die Fußballakademie der „Roten Bullen“ bot Florian Scholz, Direktor Marketing und Kommunikation, den Gästen im Trainingszentrum am Cottaweg Eindrücke von der Kommunikationsarbeit des Leipziger Fußballvereins. Bei der anschließenden Gesprächsrunde hatten die gespannten Teilnehmer, zu denen auch 15 Studenten des Vereins der Leipziger Public Relations Studenten (LPRS) gehörten, die Chance, dem Leiter der Kommunikations- und Marketingabteilung ihre Fragen zu stellen.

In der rund einstündigen Präsentation erzählte Florian Scholz, der in seiner Funktion als Head of Communications neben der Pressearbeit seit vergangenem Jahr auch das Marketing von RB Leipzig verantwortet, von den Aufgaben und Herausforderungen als Kommunikator des jungen Bundesligisten.

Mit der erstmaligen Präsenz der Leipziger im internationalen Fußballwettbewerb in der aktuellen Saison stieg auch die Aufmerksamkeit für den erst 2009 gegründeten Verein. Die Mannschaft hatte lange mit Anfeindungen und Protesten von Fans anderer Vereine zu kämpfen. Man kann sagen, RB Leipzig hatte es wahrlich nicht leicht. Doch bei den Werten der Beliebtheit konnte RasenBallsport, für das das RB im Namen des Vereins offiziell steht, in jüngster Vergangenheit deutlich zulegen, wie aktuelle repräsentative Umfragewerte zeigen.

Ein zentrales Ziel der Kommunikation- und Marketingabteilung, zu deren Team auch ehemalige Fußball-Profis gehören, sei Scholz zufolge die Vermittlung von Emotionen. Im Vordergrund der Aktivitäten stände deshalb, einen engen und authentischen Kontakt zwischen Spielern und Fans zu schaffen und dabei die Vielfalt an den zur Verfügung stehenden Kanälen optimal zu nutzen. Eng mit diesem Thema verknüpft ging es in der im Anschluss geführten Diskussion deshalb unter anderem auch um die Rolle der Spieler, mit denen der Verein stets durch eine Vielzahl an Kommunikatoren nach außen vertreten wird. Dadurch ergeben sich aus Kommunikationsperspektive zwar allerlei Möglichkeiten, die Zusammenarbeit mit den Spielern müsse aufgrund der damit einhergehenden Herausforderungen dennoch professionell gehandhabt werden.

Als ein weiteres Thema ging es um das soziale Engagement des Vereins. Hier setze RB Leipzig vor allem auf lokale Initiativen, wie das „Leipziger Viertelfinale“. Dabei handelt es sich um ein vom Bundesligisten veranstaltetes Fußballturnier, bei dem die Bewohner der Leipziger Stadtteile im erweiterten Sinne des Begriffes gegeneinander um den Turniersieg spielen.

Die abschließende rund halbstündige Führung durch das Trainingszentrum bot den Gästen spannende Einblicke hinter die Kulissen der Roten Bullen. Der hochmoderne Komplex wurde von der firmeneigene Bull Bau GmbH fertiggestellt und 2011 eröffnet. Er bietet, neben ausreichend Platz zum Trainieren, einschließlich sechs Fußballplätzen, auch eigene Zimmer für die Spieler der ersten Mannschaft sowie ein gutes Angebot an Freizeitmöglichkeiten. Die Fußball-Akademie ist zudem das Zuhause der „Jungbullen“, der aufstrebenden jungen Talente des Vereins.

Auf dem weiteren Rundgang durch die hochmodernen Räumlichkeiten passierte man neben den Trainerbüros und der großzügig ausgestatteten Küche dann auch die persönlichen Briefkästen der Spieler. Spannend daran – trotz der heutzutage fast rund um die Uhr online mit ihren Fans kommunizierenden Spieler, gibt es offensichtlich auch „offline“ noch reichlich Post für die Fußballer von RB Leipzig…

Die DPRG Landesgruppe Sachsen und die Leipziger PR Studenten bedanken sich herzlich für die Einladung und die interessanten Eindrücke.

Autor: Yannick Schmiech, Mitglied LPRS e.V.

Fotos: Alexander Schmidt/PUNCTUM