Szyszka Peter 2Noch bis zum 20. September können Unternehmen und Agenturen ihre Projekte für den Internationalen Deutschen PR-Preis der DPRG 2019 einreichen. Im gedruckten DPRG-Journal, soeben als Beihefter zum PR Report erschienen, gibt der Juryvorsitzende Peter Szyszka (Foto), Professor an der Hochschule Hannover, Tipps für die Bewerbung.

In der Champions League sind am Ende immer die großen, finanzkräftigen Fußballvereine unter sich. Wie ist dies im Finale beim Deutschen PR-Preis?

Sicher nicht so. Natürlich gibt es in jedem Jahr Preisträger aus den Reihen finanzstarker Unternehmen und Konzerne. Aber wer die Dokumentation von Finalisten und Siegern durchsieht, stellt schnell fest, dass nicht die vermeintlich „Großen“ dominieren. Die Vielfalt der Einreicher war immer schon groß und nimmt zu. Darüber freuen wir uns. Gerade kleinere Unternehmen und Organisationen sind gezwungen, Ressourcen klug und kreativ einzusetzen: Das bringt sie beim Preis in eine aussichtsreiche Position.

Es gibt immer wieder bekannte gute Kampagnen, die beim PR-Preis scheitern. Warum?

Wichtiger als Bekanntheit ist Beurteilbarkeit. Häufig sind Zielsetzung und Zielerreichung leider nur diffus dargestellt oder fehlen sogar. Oder die Eckwerte des Budgets fehlen. Die Jury braucht aber Einblick in die Größenordnung der eingesetzten Mittel, um Aufwand und Ertrag beurteilen zu können. Deshalb ist die Jury auch zur Vertraulichkeit verpflichtet.

Wie wird aus einem guten Projekt eine gute Einreichung?

Das ist einfacher als mancher denkt. Bringen Sie Ihre Story auf den Punkt. Legen Sie dar, warum das Projekt preiswürdig ist. In prägnanten Sätzen, strukturiert wie ein Konzept. Formulieren Sie klar, verständlich und vor allem konkret. Denken Sie an die Jury: Die muss die Story und ihren Wert verstehen. Adjektive, Superlative und Euphemismen dürfen nicht Fakten oder nachvollziehbare Befunde ersetzen. Weisen Sie den Mehrwert, der erbracht wurde, nachvollziehbar aus.

Warum sollte man überhaupt einreichen?

Weil Sie von unabhängigen Experten erfahren wollen, dass sich Ihre Arbeit mit den Besten der Branche messen kann. Eine Nominierung für die Shortlist ist ein Erfolg, schafft Sichtbarkeit und Vertrauen, unterscheidet von anderen. Als Berufsnetzwerk will die DPRG Qualität und Mehrwert überdurchschnittlicher Kommunikationsarbeit sichtbar machen. Der Internationale Deutsche PR-Preis ist dafür die Plattform, auf der Sie sich mit Ihren Projekten präsentieren können, Wertschätzung für Ihre professionelle Arbeit erfahren und Orientierung und Inspiration mit nach Hause nehmen können. 

Hintergrund: Mit dem Internationalen Deutschen PR-Preis der DPRG würdigt der Berufsverband im 49. Jahr Kommunikationskampagnen und deren Verantwortliche. Einreichungsschluss ist der 20. September 2018. Die Verleihung findet am 11. April 2019 in Stuttgart statt. Alle Informationen zu Kategorien, Teilnahmebedingungen, zur Jury sowie zu den Nachwuchspreisen der DPRG gibt es unter www.pr-preis.de.