kommoSaar 01 TitelMit einer Veranstaltung am 27. April in der Staatskanzlei Saarbrücken zum Thema „Politische Kommunikation“ hat die studentische PR-Initiative kommoguntia e.V. (Johannes Gutenberg-Universität Mainz) ihre neue Initiative kommoSaar gestartet, die sich an PR-interessierte Studierende im Saarland richtet. Unterstützt wurde sie dabei von der DPRG-Landesgruppe Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland.

Referent der ersten Veranstaltung in Saarbrücken war Thorsten Klein, Mitglied des Vorstands der DPRG Landesgruppe, der in seinem Vortrag die Grundzüge der politischen Kommunikation einer Landesregierung vorstellte.

Dabei ging er auf die spezifischen Aufgaben eines Regierungssprechers ein, erläuterte die kommunikativen Herausforderungen einer Landesregierung und wies auf die wichtige und immer komplexer werdende Rolle der Medien in der politischen Kommunikation hin.

Als Regierungssprecher der saarländischen Landesregierung konnte Thorsten Klein aus seinem eigenen Arbeitsalltag berichten, sodass der Vortrag nicht im Abstrakten blieb, sondern den teilnehmenden Studierenden an konkreten Beispielen die Aufgaben politischer Kommunikation verdeutlichte.

Im ersten Teil des Vortrags wurden die Aufgaben eines Regierungssprechers näher erläutert. Der Regierungssprecher bildet die Nahtstelle zwischen Politik und Öffentlichkeit. Er ist dafür verantwortlich, dass die politischen Entscheidungen der Landesregierung nach außen kommuniziert werden. Seine Arbeit bestimmt somit maßgeblich, ob und wie politische Entscheidungen in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden.

Interne Kommunikation der Landesregierung ist wichtig 

Neben der externen Kommunikation, die vor allem aus Pressearbeit besteht, nimmt auch die interne Kommunikation der Landesregierung einen wichtigen Stellenwert ein. Der Staatskanzlei kommt dabei eine besondere Rolle zu, da sie innerhalb der Landesregierung als Schnittstelle fungiert, in der die Fäden der Regierungsarbeit zusammenlaufen. Eine Koalitionsregierung erfordert außerdem, dass innerhalb der internen Kommunikation in regierungs- und parteiintern unterschieden wird. Diese beiden Bereiche gewährleisten in erster Linie die politische Abstimmung innerhalb der Partei beziehungsweise der Regierungskoalition.

In den Ausführungen zur internen und externen Kommunikation wurde ein Kommunikationsgeflecht deutlich, das zeigt, welch vielfältigen Herausforderungen sich die Kommunikation einer Landesregierung stellen muss.

Neue Herausforderungen durch Social Media

Im letzten Teil des Vortrags verwies Thorsten Klein noch auf die Rolle der Medien, die in der externen Kommunikation die bedeutendste Zielgruppe darstellen. Gerade im Hinblick auf Social Media ergeben sich in diesem Bereich immer wieder neue Herausforderungen für die Kommunikatoren. Hierbei sei zum Bespiel an die sogenannten „shitstorms“ gedacht, die auch im politischen Bereich vermehrt auftreten und in ihrer Bewältigung besonderes kommunikatives Geschick verlangen.

Im Anschluss an den Vortrag gab es ein offenes Gespräch, in dem sich ausgetauscht und Fragen gestellt werden konnten. Über kommoSaar haben PR-interessierte Studierende in Zukunft die Möglichkeit, an weiteren Veranstaltungen zum Thema PR teilzunehmen:

„Eine Socke erobert die Welt – Vom Start-up zur Premiummarke“

mit Lucas Pulkert, CEO, von Jungfeld / stilfaser GmbH
Dienstag 5. Juli, 17 Uhr bis 19 Uhr, Graduate Center, Universität des Saarlandes, Saarbrücken

„No more PR? Digitalisierung in der Öffentlichkeitsarbeit“

Eine gemeinsame Veranstaltung der Deutschen Public Relations Gesellschaft (DPRG) und der Staatskanzlei des Saarlandes
Dienstag, 30. August 2016, 17 Uhr bis 19 Uhr, Festhalle Staatskanzlei Saarbrücken

Horras Johann

 

 

 

Autor: Johann Horras ist aktives Mitglied der studentischen PR-Initiative kommoguntia e.V. (2015-2016 im Vorstand). Derzeit studiert er Germanistik in Saarbrücken, Luxembourg und Metz.

 

Fotocredit: Marc Nauhauser