Kirchenbauer Alena 2Biesinger Andreas 2Andreas Biesinger und Alena Kirchenbauer sind seit dem 4. April die neuen Sprecher der Young Professionals der baden-württembergischen DPRG. Das DPRG Journal hatte darüber berichtet. Beide arbeiten als wissenschaftliche Mitarbeiter bei der Universität Hohenheim. Wir haben mit Ihnen gesprochen. Das Interview wurde in einer gekürzten Version in der Print-Beilage des DPRG Journals zum PR REPORT 03/2016 veröffentlicht. Hier lesen Sie die ungekürzte Fassung. 

DPRG Journal: Was haben Sie sich für Ihre neue Funktion vorgenommen?

Wir sehen unsere Aufgabe zunächst einmal darin, dem PR-Nachwuchs zuzuhören. Uns ist wichtig, die Wünsche und Anliegen der Young Professionals zu erfahren: Was erhoffen sie sich von der DPRG? Wie kann die DPRG sie in ihrer beruflichen und persönlichen Entwicklung fördern und welche Angebote wünschen sie sich hierzu? Um Antworten auf diese Fragen zu erlangen, planen wir eine Umfrage sowohl unter den Young Professionals als auch unter Interessenten. Darauf aufbauend werden wir unser Ziel, die Young Professionals in Baden-Württemberg zu unterstützen, weiter konkretisieren. Dazu brauchen wir jedoch viele Stimmen und freuen uns, wenn bei unserer Umfrage viele teilnehmen. Nähere Infos zu ihrem Start erhalten die Young Professionals über unsere XING-Gruppe oder auf der Webseite der DPRG

DPRG Journal: Wo würden Sie die Schwerpunkte Ihrer Arbeit sehen?

Die Schwerpunkte unserer Arbeit machen sich an drei Aspekten fest:

Zuallererst sehen wir uns als Impulsgeber und wollen mit verschiedenen Veranstaltungsformen innovative Themen aufgreifen und sie so in die PR-Praxis tragen.

Außerdem verstehen wir uns als Bindeglied zwischen den Young Professionals und den Professionals in der baden-württembergischen DPRG. Wir möchten Plattformen zum Austausch und Netzwerken schaffen. Aber wir möchten auch das Netzwerk der Young Professionals untereinander stärken.

Zudem wollen wir Botschafter sein, die auf das Young Professionals-Programm der DPRG aufmerksam machen und den Nachwuchs für das Berufsfeld PR begeistern.

DPRG Journal: „Begeistern“ - das ist das passende Stichwort. Warum sollte der PR-Nachwuchs bei den Young Professionals mitmachen?

Netzwerken: Sich in der PR-Branche zu vernetzen, bringt zum einen Vorteile bei der Jobsuche mit sich und zum anderen profitiert gerade der Nachwuchs vom Erfahrungsschatz der DPRG-Professionals.

Lernen: Durch Vorträge oder den Austausch mit Kollegen kann das eigene Fachwissen stetig erweitert werden.

Sich ausprobieren: Das Engagement bei den Young Professionals kann als eine Art „Spielfeld“ gesehen werden. Die Mitglieder können in verschiedenen Funktionen Verantwortung übernehmen und sich so persönlich weiterentwickeln.

DPRG Journal: Wie könnte die DPRG noch mehr junge Leute für sich gewinnen?

Kernfrage ist, was für Young Professionals interessant und vor allem relevant ist. Die angehenden Kommunikationsexperten müssen in der Arbeit der DPRG einen Nutzen für sich sehen. Wir wollen daher das bestehende und etablierte Programm der Landesgruppe kontinuierlich weiterentwickeln, um so den Wünschen und Bedürfnissen der Young Professionals gerecht zu werden. Ein Beispiel ist das beliebte DPRG-Junioren-Forum, bei dem Referenten aus der Praxis Einblicke in das Berufsfeld geben.

Ziel muss aber auch sein, den Nutzen für potenzielle Interessenten sichtbar zu machen. Das beste Programm nützt nichts, wenn niemand davon weiß. Hier ist uns vor allem eine enge Kooperation mit den ausbildenden Institutionen und Arbeitgebern wichtig. Und nicht zuletzt gilt auch bei uns: Wenn die Young Professionals mit unserer Arbeit zufrieden sind, werden sie möglicherweise selbst zu Botschaftern.

DPRG Journal: Sie sind beide in Forschung und Lehre tätig. Wo sehen Sie die Haupttrends in Ihren Fachbereichen (Themenmanagement, Interne Kommunikation) in den nächsten Jahren?

Die zunehmende Stakeholder-Orientierung spiegelt sich sowohl im Themenmanagement als auch in der internen Kommunikation wider. Den Ausgangspunkt des Themenmanagements bilden die Stakeholder: Welche Themen interessieren die Stakeholder? Wo suchen sie nach diesen Themen? Und welche Aufbereitungsformen bevorzugen sie? Im Rahmen der internen Kommunikation weitet sich das Stakeholder-Verständnis auch auf das persönliche und berufliche Umfeld der Mitarbeiter aus. Die Positionierung des Unternehmens als Arbeitgebers gewinnt an Bedeutung und gerade die Mitarbeiter spielen dabei eine zentrale Rolle als Botschafter des Unternehmens. Zusammengefasst ist das Ziel „Stakeholder-Orientierung“ in aller Munde – was sich aber genau dahinter verbirgt und vor allem wie es erreicht werden kann, bleibt immer noch zu oft im Dunkeln.

Das neue Sprecherteam ist unter folgenden Kontaktdaten erreichbar:

Alena Kirchenbauer, Tel. 0711-459-24089, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
Andreas Biesinger, Tel. 0711-459-24302, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!