Festo KänguruWas hat ein Känguru oder eine Möwe mit Festo zu tun? Und warum kann man anhand von Ameisen erklären, wie Maschinen zusammenarbeiten? Wie man innovative Produkte und Prozesse anhand eindrücklicher Simulationen erklären kann, zeigte Claudia Hackbarth auf, die bei Festo im Bereich Corporate Communications arbeitet.

Am 20. Dezember 2016 fand an der Stuttgarter Hochschule der Medien die letzte Ringvorlesung „Aktuelle Themen aus PR und Unternehmenskommunikation“ vor der Weihnachtspause statt. Bevor die Besucher mit einem süßen Gruß der DPRG verabschiedet wurden, erhielten sie spannende Einblicke in die interne und externe Kommunikation des Innovationsführers.

Das digitale Bermuda-Dreieck

Digitale Kommunikation ist Fluch und Segen zugleich: Auf der einen Seite lassen sich Inhalte schneller verbreiten und gerade im Social Web tun sich immer neue Wege zu den Zielgruppen auf, andererseits konkurriert man als Unternehmen mit einer Fülle anderer Informationsangebote. Dreh- und Angelpunkt im „digitalen Bermuda-Dreieck“ ist die Zielgruppe: Wie kann sie am besten erreicht werden und wo hält sie sich auf? Das gilt sowohl für die interne als auch die externe Kommunikation. Denn eine aufwendige Aufbereitung der Inhalte und Themen für möglichst viele Kanäle erfordert den Einsatz von Ressourcen. „In Zeiten der Digitalisierung bereiten wir Themen immer gleich für alle Kanäle auf“, berichtet Hackbarth. Auch hier steht an erstere Stelle die Zielgruppe: Themen, die für sie von Interesse sind, werden ausgewählt und aufbereitet.

Ein Mix aus digitaler und dialogorientierter Kommunikation

Auf dem Laufenden gehalten werden die Mitarbeiter durch die Mitarbeiterplattform people.net. Dabei geht Festo weg von rein textbasierten Inhalten hin zu multimedial aufbereitetem Content und setzt dabei besonders auf Storytelling-Formate und Aufbereitungsformen, die die Mitarbeiter emotional ansprechen. Schnelle und standortspezifische Kommunikation ermöglichen Infoboards an häufig frequentierten Stellen in den Werken. Pro Woche werden zirka fünf unterschiedliche Meldungen über die Infoboards verbreitet. Neben medienvermittelter Kommunikation schätzen die Mitarbeiter aber auch besonders den Face-to-Face-Kontakt mit Vorstandsmitgliedern und Führungskräften in Dialogrunden. Hier können Inhalte ausführlich erklärt, Hintergründe dazu aufgezeigt und Fragen gestellt werden.

Was ein Känguru, eine Möwe und Ameisen mit Festo zu tun haben

Die interne und externe Kommunikation hängen unmittelbar zusammen. Neben digitalen Kommunikationswegen wie dem Presseportal und Social Media sind daher auch Messen und Events ein wichtiger Bestandteil der Kommunikationsstrategie von Festo. Wichtig ist es, schwer greifbare Themen spannend aufzubereiten und die Funktionsweise der Produkte sowie innovative Verfahren spielerisch darzustellen. Es geht darum, die Marke erlebbar zu machen – und zwar sowohl in der digitalen als auch der analogen Welt. Auf dem YouTube-Kanal „Festo Bionic“ erfährt man, was man bei innovativen Verfahren und Prozessen von der Natur lernen kann.

Auf Messen und Events wird hierzu unter anderem ein selbst entwickeltes und konstruiertes Känguru eingesetzt, um aufzuzeigen, wie Mensch und Maschine miteinander interagieren. Ein in Form einer Möwe gestaltetes Flugobjekt gleitet wie seine natürlichen Artgenossen durch die Lüfte und Ameisen zeigen, wie Maschinen miteinander kommunizieren und sich selbst organisieren. Abschließend kann man nun gespannt sein, welchem Tier sich Festo als nächstes annimmt, um eine weitere Innovation zu visualisieren.

Nach dem Vortrag verabschiedeten die Juniorensprecher die Besucher stellvertretend für die DPRG mit einem Schoko-Weihnachtsmann in die Weihnachtsferien.

Weitere Informationen zum Vortrag können hier eingesehen werden.

Kirchenbauer Alena 2Biesinger Andreas 2 Autoren: Alena Kirchenbauer und Andreas Biesinger sind wissenschaftliche Mitarbeiter am Fachgebiet Kommunikationswissenschaft und Journalistik der Universität Hohenheim und Sprecher der Young Professionals der DPRG Landesgruppe Baden-Württemberg.