Hoecker RalfDürfen Medien die Grenzen der Pressefreiheit ins Unendliche dehnen? Wo setzt die Verantwortung der Medien ein? Ist die Homestory ein probates Mittel der Imagebildung oder ein Freibrief für offensiven Investigativjournalismus? Welchen Einfluss hat Kommunikation auf Ermittlungsverfahren und Gerichtsprozesse? Gilt das Presserecht auch für Nicht-Journalisten, die im Internet publizieren? Antworten gibt am 26. Juni der Medienrechtler Prof. Dr. Ralf Höcker (Foto, © Valentina Kurscheid) auf einer Veranstaltung der DPRG Nordrhein-Westfalen in Essen.

Die wirtschaftliche Konkurrenz zwischen den Medien und digitale Publikationsmöglichkeiten für Jedermann schaffen einen harten Wettbewerb, mit dem auch Kommunikatoren in Beratung und Unternehmen umgehen können müssen. Welche Möglichkeiten des juristischen Eigenschutzes gibt es? Welche alten Regeln der Kommunikation und Krisen-PR sollten überdacht werden? Wo kollidieren Pressefreiheit und die Freiheit des Individuums?

Prof. Dr. Ralf Höcker ist ein ausgewiesener Fachmann aus Wissenschaft und Praxis. Nach Studium und Promotion in London und Köln, begann der gebürtige Kölner seine anwaltliche Laufbahn bei der Londoner Kanzlei Willoughby & Partners. Nach einer weiteren Station bei der internationalen Großkanzlei Linklaters Oppenhoff & Rädler in Köln machte er sich 2003 mit der Kanzlei Höcker Rechtsanwälte in der Domstadt selbständig.

Seit 2008 unterrichtet er „Media Law“ an der Cologne Business School (CBS) und wurde dort 2009 zum Professor für Deutsches und Internationales Marken- und Medienrecht berufen. 2010 wurde Höcker zum Wissenschaftlichen Direktor des Deutschen Institutes für Kommunikation und Recht im Internet an der CBS ernannt. Mit zahlreichen Veröffentlichungen und Einlassungen zum Medienrecht ist er nicht nur in der Fachwelt bekannt, sondern prägt auch die öffentliche Diskussion um Pressefreiheit, Medien- und Persönlichkeitsrechte. Unter seinen Klienten als Medienanwalt finden sich prominente Namen wie Jörg Kachelmann, Günter Netzer, Heidi Klum und der türkische Staatspräsident Erdogan. Hier geht es zur Anmeldung.