Keppler AnneDen PR-Nachwuchs davon zu überzeugen, dass „Selbermachen“ mehr hilft als jedes theoretische Studium. Das war ein erklärtes Ziel von Anne Keppler (24, Foto), Vorstandsmitglied Nachwuchsförderung in der DPRG-Landesgruppe Niedersachen/Bremen und Ansprechpartnerin für die Young Professionals, bei ihrer Wahl in 2014. In einem Blogbeitrag erzählt sie darüber, wie sie dazu kam, für den Vorstand zu kandidieren und wie der Einstieg in diese Position gelungen ist. Es sei ein besonderes Amt, sagt sie. Hier beschreibt sie ihren Werdegang in der PR und erklärt, warum es für PR-Studierende wichtig ist, sich in der DPRG zu engagieren.

„Ich habe Public Relations an der Hochschule Hannover studiert und hatte das Glück, in meiner Praxisphase bei Eins A Kommunikation gelandet zu sein. Das Team hat mich von Beginn an ins kalte Wasser geworfen und mir einen umfassenden Einblick in die PR-Branche gegeben. Während der letzten Semester meines Studiums habe ich als Werkstudentin für die Agentur weiter gearbeitet und konnte so parallel theoretische und praktische Erfahrung sammeln. Von Juli 2014 bis Juni 2015 arbeitete ich als Volontärin und Junior-Beraterin bei Eins A Kommunikation. Seit November 2015 bin ich Junior-Marketingreferentin bei der ZAG Personal & Perspektiven.

Da ich also selbst zum aktuellen PR-Nachwuchs gehöre, kenne ich ihn sehr gut. Meine Kommilitonen haben sich zum Großteil für einen Master entschieden, weil sie sich für den Arbeitsalltag noch nicht gewappnet fühlen. Verbände wie die DPRG sollten ihnen diese Angst nehmen und den Berufseinstieg auch in jungen Jahren attraktiv machen. Dazu gehört eine umfassende Zusammenarbeit mit den Hochschulen in Niedersachsen und Bremen, die Kommunikationsstudiengänge anbieten.

Den meisten Studierenden ist die DPRG zwar ein Begriff, aber sie kennen die Vorteile einer Mitgliedschaft nicht. Dabei würde der Verband ihnen die einmalige Chance geben, schon während ihrer theoretischen Ausbildung Einblicke in das Praxisleben zu erhalten. Sie würden hier selbstständig Veranstaltungen organisieren und die Bedeutung von Networking und Teamarbeit lernen. Darüber hinaus können sie Kontakte zu Praktikern knüpfen, die ihnen den Einstieg in das Berufsleben erleichtern. Der ganze Beruf würde weniger komplex wirken und dem PR-Nachwuchs seine Ängste nehmen. Gleichzeitig fördert eine stärkere Praxisorientierung die Ausbildungsqualität der Studierenden, wodurch sie die Branche nachhaltig mitgestalten können.

Wie überall im Leben gilt auch in der PR: Probieren geht über Studieren. Um ein Studium kommt man zwar nicht herum, aber das meiste lernt man, während man es tut. Mein Ziel ist es, den Nachwuchs während meiner Zeit bei der DPRG von den Vorteilen einer Mitgliedschaft zu überzeugen und das Verbandsleben aktiv mitzugestalten.“